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Die Sehnsucht Gottes
"Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch!", so sagte der hl. Augustinus im 4 Jahrhundert nach Christus. Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch! Was

“Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch!”, so sagte der hl. Augustinus im 4 Jahrhundert nach Christus. Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch! Was ist die Sehnsucht Gottes? Woher kennt er, kennen wir die Sehnsucht Gottes? Vor allem die Sehnsucht Gottes für uns Menschen, für dich und für mich?

Sehnsucht. Wer von uns kennt sie nicht? Sehnsucht nach einer Beziehung, Sehnsucht nach Frieden, Sehnsucht nach Gesundheit, Sehnsucht nach dem oder der Geliebten, Sehnsucht nach gelingendem Leben, Sehnsucht nach Gott. All das ist auch die Sehnsucht Gottes, so sagt es uns heute Paulus und auch Jesus.

Gott hat Jesus auferweckt, damit er lebt. Gott hat Jesus auferweckt, damit wir vom Tod auferweckt werden. Hier wird ein Grundprinzip unseres Lebens, unserer Welt, ja des ganzen Kosmos angesprochen. Das Prinzip des „Stirb“ und des „Werde“.

Das Stirb und Werde ist das innerste Prinzip allen Lebens. So funktioniert Leben. Und lebendig werden wir oft erst, wenn vorher etwas sterben muss. Lebendiges Leben ist also nicht einfach das sorglose Glück, das uns heute oft versprochen wird. Lebendigens Leben wird geboren aus dem Tod. Lebendiges Leben wird geboren aus der Sehnsucht nach Lebendigkeit, aus der Sehnsucht nach lebendigem Leben. Aber es entsteht durch Tod und Auferstehung, es entsteht durch den Prozess des Stirb und Werde, wie er uns schon seit Jahrtausenden in verschiedenen Mythen und in verschiedenen Religionen überliefert ist.

„Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch“! „Viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.“

Hier spüren wir eine Sehnsucht nach lebendigem Leben, hier spüren wir eine Sehnsucht nach Heilung, ein Sehnsucht nach einem Heiler, der Frieden, der die Erfüllung der Sehnsucht schenkt. Jesus ist der Heiler der Menschen, weil es die Sehnsucht Gottes ist, dass der Mensch heil, dass der Mensch lebendig sei.
Und dann preist er die selig, die ihre Sehnsucht spüren, dann preist der die selig, die eine Sehnsucht nach Leben in sich tragen. Er preist nicht die vermeintlich Starken, die vermeintlich Satten, die vermeintlich Glücklichen selig. Die Schwachen, die Bedürftigen, die Unsicheren, die, die ihren Gefühlen trauen, die, die ihrer Gebrochenheit trauen, die preist er selig. Denn die sind offen und bereit, Heilung, Segen, Leben zu empfangen.

Sie stehen Schlange bei Jesus, weil sie ihre Bedürftigkeit spüren. “Die Sehnsucht Gottes ist der lebendige Mensch!” Spürt ihr, spüren Sie ein wenig, was die Sehnsucht Gottes ausmacht? Dass die Sehnsucht Gottes unsere Sehnsucht nach Leben ist? Ein Leben, das nicht zum Nulltarif zu bekommen ist. Ein Leben, das aus dem Tod erwächst. Tod beutet, sich loslassen können. Loslassen können hinein in die eigene Bedürftigkeit, hinein in die eigene Ohnmacht, hinein in die eigene Sehnsucht nach Leben. So kann Offenheit für Neues, so kann Offenheit für neue Lebendigkeit, für Überraschendes, für Unerwartetes entstehen, so kann Leben auferstehen zu neuem Leben.

„Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.“

Trauen wir neu der Botschaft von der Auferstehung! Trauen wir neu dem Geheimnis, dass aus dem Tod neues Leben entstehen kann! Trauen wir neu dem innersten Geheimnis allen Lebens, dem Stirb und Werde!

Sascha Heinze SAC

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