Lebensraum für Spiritualität und Begegnung

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Auszeit im Haus der Stille

Vielleicht hast du auch das Bedürfnis nach einer längeren Zeit des Durchatmens für Körper und Seele. Abstand vom Alltag, der dir hilft, dein Leben aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen, um wieder das zu sehen, was wirklich wichtig ist, dich selbst zu spüren und deine inneren Ressourcen zu stärken.

Fast jeder Mensch hat schon einmal die Erfahrung gemacht, ausgebrannt zu sein. Dies ist ein Phänomen, das vielen Menschen zumindest als vorübergehende Episode in ihrem Leben bekannt ist. Beziehungen geraten ins Schwanken; der Beruf macht keine Freude; und auch die religiösen und ethischen Werte rufen nach einer Neuorientierung.

Die Ausgangslage für eine Auszeit ist sehr verschieden. Viele merken oft erst in der Auszeit, wie sehr sie einer tieferen Erholung für Leib und Seele bedurften.

Es hat sich gezeigt, dass das Haus der Stille ein guter Platz ist – ein Platz für Menschen, die kommen, bevor sie endgültig an ihren Grenzen sind. Oft sind es Menschen, die an ihrer Arbeitsstelle nicht mehr weiterkommen und die ihren Halt im Beruf verloren haben.
Wichtig ist zu bedenken, dass das Haus der Stille selbst keine Therapiestation ist. Doch nach einer Therapie ist es wieder ein idealer Ort, um den Einstieg in ein gutes Leben zu fördern.

„Ausgebranntsein: das Feuer, die Energie ist völlig weg; es fällt schwer, überhaupt noch die notwendigen alltäglichen Verrichtungen zu erledigen... Es wird alles müde und sinnlos, nicht einmal das Aufstehen in der Früh macht irgendeinen Sinn... Wo ist die ganze Energie, die man zuvor in Hülle und Fülle hatte, plötzlich hingekommen? Wo ist das ganze Feuer (auch der Begeisterung) plötzlich? Lähmend breiten sich stattdessen Leere und Schwere aus...“

Hans Neuhold, Gestaltpädagoge

„Ausgebranntsein: das Feuer, die Energie ist völlig weg; es fällt schwer, überhaupt noch die notwendigen alltäglichen Verrichtungen zu erledigen... Es wird alles müde und sinnlos, nicht einmal das Aufstehen in der Früh macht irgendeinen Sinn... Wo ist die ganze Energie, die man zuvor in Hülle und Fülle hatte, plötzlich hingekommen? Wo ist das ganze Feuer (auch der Begeisterung) plötzlich? Lähmend breiten sich stattdessen Leere und Schwere aus...“

Hans Neuhold, Gestaltpädagoge

Zeit für Dich

  • aussteigen aus den Zwängen des Alltags
  • loslassen, was dich einengt
  • deine Beziehungen überdenken
  • Kraft schöpfen aus der Tiefe
  • deine eigenen Stärken und Schwächen wahrnehmen
  • offen werden für Neues
  • deine Sehnsucht nach mehr Leben
  • deine Müdigkeit
  • deine gelungenen und gescheiterten Beziehungen
  • deine Enttäuschungen aus Familie und Arbeitsstelle
  • vor allem dich selbst
  • Du brauchst nicht zu beweisen, wie gut du bist.
  • Du brauchst dich nicht mit deinem Scheitern zu outen.
  • Du findest Menschen zum Reden, aber du kannst auch schweigen - so wie es für dich gut ist.
  • Du findest mit uns ein Stück Gemeinschaft.
  • Du kannst mit uns schweigen und beten.
  • viel freie Zeit für die Erholung und auch zur persönlichen Vertiefung
  • lange Spaziergänge in der Umgebung
  • Teilnahme an gemeinsamen Essens- und Gebetszeiten
  • Lebensberatung und Geistliche Begleitung
  • Vermittlung von außenstehenden Fachleuten
  • Bibelgespräche und gemeinsame Vorbereitung auf die kirchlichen Festzeiten
  • Haltungsübungen (Dehn- und Streckübungen)
  • Einladung zum wöchentlichen Bibelgespräch
  • Möglichkeit der Teilnahme an Kursen im Haus
  • Möglichkeit, in Ruhe Bücher zu lesen
  • Möglichkeit, durch einfache Arbeiten im Haus wieder Lebensfreude zu gewinnen
  • und vieles mehr
  • Bereitschaft und Fähigkeit, allein zu sein (in die Stille zu gehen)
  • Bereitschaft, sich auf unsere Strukturen einzulassen
  • Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf die Gemeinschaft und auf andere Gäste einzulassen

Alles hat seine Zeit

Auch für dich gibt es eine Zeit
eine Zeit zum Aussteigen und Sich-Zurückziehen
eine Zeit, wo du leben kannst
eine Zeit, wo du einfach sein darfst

  • Zeitdauer
    Von einem Monat bis zu einem Jahr. Die Erfahrung zeigt, dass drei bis vier Monate für einen solchen Aufenthalt eine gute Zeit sind. Bevor wir fix entscheiden, lebe einige Tage mit uns.
  • Unterkunft
    – einfache Zimmer mit Waschbecken
    – WC/Dusche auf der Etage
    – 2 rollstuhlgerechte Zimmer mit WC und Dusche
  • Finanzielle Regelung
    Im ersten Monat € 1.000,- plus eine Stunde Mitarbeit in Haus und Garten für Privatpersonen bzw. € 1.200,- bei Kostenübernahme durch Institutionen.
    Bei einem längeren Aufenthalt ist bei entsprechender Mitarbeit ein Preisnachlass möglich. (Am Geld wird es jedenfalls nicht scheitern!)
  • Kontakt
    P. Sascha Heinze SAC

Auszeit = SChönheitszeit

Hier angekommen, dauerte es noch knappe zwei Wochen, bis ich tatsächlich ganz da war. Es ist - kommt man das erste Mal hier hier - eine große Umstellung: weitab von der Stadt, kein Straßenlärm, kein Geschäfteschauen, kein Radio, kein TV! Dafür allzeit offene Haustüren, freundliche Menschen, offene Ohren für ein vertrauliches Gespräch, Anregungen oder Beschwerden, geregelte Gebets-, Arbeits- und Stille-Zeiten. Zusätzlich gibt es Angebote, die der Weiterbildung, der Gesundheit, Vertiefung des Glaubens, der Gesellligkeit ... dienen.

Menschen aller Altersstufen, aus allen Berufen, aus allen "Ecken" der Welt habe ich hier kennen gelernt. Sie kommen hierher für einige Tage, Wochen oder länger, um auszuspannen oder - so wie ich - eine Auszeit zu nehmen. Das respektvolle Du untereinander ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, und jedes Mal ist die Freude groß, wenn sich Bekannte wieder treffen.

Während meiner ersten Auszeit wollte ich mein Leben überdenken und neu ordnen. Die Gebetszeiten gaben mir die Möglichkeit, mich mit dem Wort Gottes intensiver auseinanderzusetzen und herauszufinden, was es mir für meine Situation sagen will. Auch während meiner freiwilligen Mithilfe (das DANKE dafür war ich nicht gewohnt) sowie bei den weitläufigen Spaziergängen am Markus- und Ermutigungsweg konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen ...

Immer wieder habe ich auch erfahren, was hier mit "Stille" gemeint ist. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, aber ich wurde immer wieder eingebremst. Besonders die "stille Stunde" hat es mir angetan; denn am späten Nachmittag, nach meiner persönlichen Mittagsruhe, war ich wieder aufgeladen und zu neuen Taten bereit. Aber ich sollte ja zur Ruhe kommen. So wurde mir auch bewusst, dass Stille im vollen Sinn nicht einfach Sprechverbot und Schweigen bedeutet, sondern weiterführt, um zu sich selbst zu kommen, abschalten vom Alltäglichen, hin zum Wesentlichen, auftanken ... Die äußeren Gegebenheiten dazu stellt das Haus zur Verfügung: eigenes Zimmer, gutes Essen, eigene Zeiteinteilung, schöner Garten ... Für die innere Neugestaltung ist jeder selbst verantwortlich ...

Bei manchen Gästen merkt man die Veränderung: die innere Erstarkung drückt sich auch äußerlich aus in gelösten Gesichtszügen, Falten verlieren an Tiefe (Auszeit = Schönheitszeit), Gelassenheit ...
E.N.

Den vollständigen Beitrag findest du in unserem echo der stille 2013-1