Lebensraum für Spiritualität und Begegnung

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1999 – 2003

P. Karl kündigt Anfang 1999 an, sich von der Hausleitung zurückzuziehen. In mehreren Klausurtreffen und Supervisionen des Ständigenkreises kristallisiert sich die Form einer Teamleitung heraus. Als Vertreter der drei Hauptbereiche Bildung/Spiritualität, Gemeinschaft und Wirtschaft werden Otto Feldbaumer, Colette Brun und Gerhard Grinschgl als neues Leitungsteam gewählt. Horst Schneider als Vereinsvorstand ergänzt dieses Team, in dem Otto Feldbaumer die Funktion des Hausvorstehers übernimmt. Im Jahr 2002 übernimmt Colette Brun mit Hans Waltersdorfer als Stellvertreter die Hausleitung. Zugleich wird das Team der Bereichsverantwortlichen auf neun Personen ausgeweitet.

Gleichsam als Bestätigung dieses gemeinschaftlichen Weges wird bei einer großen INFAG-Tagung aller franziskanischen Ordensleitungen in Österreich im Oktober 1999 das Haus der Stille als franziskanisch geprägte Gemeinschaft ohne Rechtsstatus in die große und bunte Franziskanische Familie Österreichs aufgenommen. Das Selbstverständnis der Gemeinschaft wir im Jahr 2002 in einem Leitbild verschriftlicht.

Das Haus Emmaus wird unter der Leitung von P. Karl und Sr. Marianne Jungbluth zum „Franziskanischen Rasthaus“ mit begleiteten Auszeiten für Priester und Ordensleute umgestaltet. Insgesamt vier Gruppen werden in den Jahren 2000 und 2001 für jeweils vier Monate begleitet, dann endet das Experiment mangels Nachfrage.

Im Jahr 2000 geht das Haus der Stille mit einer ersten Homepage online.

Die Franziskuskapelle wird durch die Schaffung eines neuen Ambos („Tisch des Wortes“) umgestaltet.

Ingrid Fruhmann kommt zur Verstärkung des Küchenteams. Ab 2017 wird sie die Küchenleitung übernehmen.

Eine Studienreise im Mai 2002 wird zum Auslöser für unser Sozialprojekt Rumänien, eine langjährige Partnerschaft mit dem Kinderhilfswerk des Franziskaners P. Csaba Böjte.

Nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Situation im Frühsommer 2003 legt Horst Schneider den Vorsitz im Verein zurück. Bei der Generalversammlung wird P. Karl als neuer Vorsitzender gewählt.

Das Haus der Stille als geistliches Zentrum konnte entstehen, weil viele Menschen diese Vision geteilt und auf unterschiedliche Weise Lebenszeit und Energie investiert haben, um dieses Gemeinschaftsprojekt zu entwickeln und zu gestalten. 

Möglichkeiten, ein Stück Weg mit uns zu gehen

Besinnung und Erholung für alle, die ein wenig Abstand vom Alltag suchen (2 Tage bis einige Wochen)

Komm zu uns, wenn du Sehnsucht hast, ein paar Tage “ganz anders” zu leben und den eigenen Innenraum der Stille als Kraftquelle zu entdecken.

Vielleicht hast du das Bedürfnis nach einer längeren Auszeit, um an Leib und Seele aufzutanken (ein Monat bis ein Jahr).

Die Erfahrung zeigt, dass drei bis vier Monate für einen solchen Aufenthalt eine gute Zeit sind. Bevor wir fix entscheiden, lebe einige Tage mit uns.

Viele merken oft erst in der Auszeit, wie sehr sie einer tieferen Erholung für Leib und Seele bedürfen.

Ein Jahr “anders leben” in der Weggemeinschaft im Haus der Stille.

Wir wollen dir Raum geben, ein “Laboratorium des Glaubens” sein, wo dein Glaube sich entfalten und vertiefen kann, wo du deiner Sehnsucht nach einem tieferen Leben nachspüren kannst. Wir wollen dir Raum geben für dein Suchen nach dir selbst und nach dem Sinn deines Lebens.

Du hast Zeit (ein bis sechs Monate) und willst dich freiwillig für eine gute Sache einsetzen. Wenn du dazu beitragen willst, eine Kultur der Stille, der Nachhaltigkeit und Entschleunigung zu gestalten, bist du bei uns im Haus der Stille richtig.

Auch als Teilnehmer:in an unseren vielfältigen Kursen zur Lebens- und Glaubensvertiefung laden wir dich ein, an unserem Leben als Gemeinschaft und an unseren Gebetszeiten teilzunehmen.

Es ist immer möglich, schon ein, zwei Tage vor Kursbeginn zu kommen oder noch etwas länger zu bleiben.

Informiere dich hier über unser Kursprogramm...

Gastgruppen, denen die Prägung und Atmosphäre unseres Hauses für die eigene Arbeit wichtig ist, sind in unserem Haus immer herzlich willkommen.

Jede Gruppe kann ihre eigenen Begleiter:innen oder Referent:innen mitbringen.

Ein Jahr anders leben...

...in der Weggemeinschaft im Haus der Stille
auf der Suche nach dir selbst und dem Sinn deines Lebens

Viele kleine Menschen,
die an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verändern.

Dom Helder Camara