Lebendige BauSTILLE – Sommerarbeiten in Haus und Garten
Auch wenn derzeit keine Gäste im Haus sind, herrscht bei uns alles andere als Stillstand. Die wichtigsten Akteure neben den Baufirmen sind in diesen Wochen die Mitglieder der alpha nova-Gruppe:
Anna, Bettina, Jasmin, Lena, Lisa, Patrick mit den Betreuer:innen Eveline, Verena, Ingrid, Mario, Michaela und Vero.
Die Schöpfung bewahren und pflegen
Sie sorgen mit viel Engagement dafür, dass Haus und Garten weiterhin gut gepflegt werden. Besonders der Garten verlangt auch im Sommer laufend Aufmerksamkeit: Der Rasen wird gemäht, Obst geerntet, Unkraut gejätet, die Wege werden gekehrt und manches mehr.
Gemeinschaft wächst besonders in den einfachen Momenten des Lebens
Da der Gästebetrieb pausiert, kocht sich das alpha nova-Team das Mittagessen in diesen Monaten selbst – in der kleinen Teeküche im Privattrakt. Das gemeinsame Kochen und Essen gehört inzwischen ganz selbstverständlich zum Arbeitstag dazu. Der neue „Jausenraum“ ist das Kaminzimmer.
Wir alle pflegen den Geist des Hauses in unserem Alltag mit Achtsamkeit, Offenheit und Freude. Was hier über viele Jahre gewachsen ist, lebt in den Begegnungen der Menschen, im gemeinsamen Gebet, in der Stille und im achtsamen Miteinander weiter. So dürfen wir zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Das Haus der Stille bleibt ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen und Gott begegnen können. Es ist ein Raum des Innehaltens in einer bewegten Zeit, ein Ort der Begegnung über Grenzen hinweg und ein Platz, an dem persönliches und geistliches Wachstum möglich wird. Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, dass dieser Geist lebendig bleibt – getragen von Vertrauen, Hoffnung und gegenseitiger Wertschätzung.
Wir vertrauen darauf, dass Gott diesen Weg begleitet und segnet. Darum gehen wir mit Zuversicht in die Zukunft und freuen uns auf all jene, die ab 2027 wieder hier Einkehr halten, Gemeinschaft erfahren und neue Perspektiven für ihr Leben entdecken.
Ein Blick auf die Baustelle
Neben den laufenden Gartenarbeiten machen auch die Umbauarbeiten im Haus sichtbare Fortschritte. Ein wichtiger Meilenstein steht bevor: Der Aufzug wird bis in den ersten Stock verlängert. Dadurch entstehen dort zwei neue barrierefreie Zimmer mit eigenem Bad sowie mehrere weitere Zimmer mit Sanitärbereich. Zur sprichwörtlichen Gastfreundschaft im Haus der Stille gehört auch mehr Barrierefreiheit.
Auch im Erdgeschoss tut sich einiges. Die Wand zwischen dem Extrazimmer und dem angrenzenden Gang ist bereits entfernt. Noch liegt dort eine Menge Bauschutt. Doch aus dem scheinbaren Chaos entstehen bald Räume für die Zukunft. Stein auf Stein wächst etwas Neues – mit Geduld, Ausdauer und vielen helfenden Händen.
Eine weitere Herausforderung war die Räumung von Zimmer 25. Dort waren während des Umbaus die Inhalte unserer Büros zwischengelagert. Nun musste auch dieser Raum freigemacht werden. Alles wurde in die Klausen übersiedelt.
Ein herzliches Dankeschön an Dickson, Karl, Petra, Philipp und Zsolt, die diese arbeitsintensive Aufgabe übernommen haben!
Alles hat seine Zeit
In diesem Sommer ist hier die Zeit des Bauens, Gärtnerns, Umräumens und manchmal auch des Durchatmens. Für einige von uns geht es bald in den Urlaub. Deshalb wird unser Büro im Juli noch etwas dünner besetzt sein als während der letzten Wochen.
Wir freuen uns schon darauf, euch Ende Juli wieder von unserer BauSTILLE zu berichten.
Bis dahin wünschen wir euch einen erholsamen und schönen Sommer!
Euer Team im Haus der Stille
Danke für die Fotos: Ingrid und Philipp
7. Juli 2026
















„Nicht müde werden,
Hilde Domin
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.“
Zwischen Baustelle und Blütenduft – Das Haus der Stille im Wandel
Wir staunen Tag für Tag über die Veränderungen im Haus der Stille. Mittlerweile geht die Baustelle an machen Orten vom Abriss in den Neuaufbau über. Konkretes lässt sich für Laien nur erahnen. Mit viel Fantasie kann man sich den schönen, offenen neuen Eingangsbereich bereits vorstellen. Auch das Loch für die künftige Rezeption ist bereits da.
Was heute noch wie ein rätselhaftes Zusammenspiel aus Mauern, Leitungen und Baustützen wirkt, wird Schritt für Schritt zu einem Ort des Ankommens und der Begegnung.
Eines ist sichtbar: Die Veränderung wächst. So manche verborgenen Schäden werden behoben und Neues entsteht.
Bauen heißt auch: planen und umdenken
Jeden Montag findet die Baubesprechung statt. Details wollen beachten, nächste Schritte bedacht, Überraschungen in die Planung integriert werden.
Manchmal zeigt sich erst beim Öffnen einer Wand, welche Geschichte das Haus noch erzählen möchte. Flexibilität und Geduld gehören daher ebenso zum Bauprojekt wie Ziegel und Werkzeug.
Möbel mit Geschichte – Neues Leben für Bewährtes
Ein weiteres Projekt beschäftigt uns in diesen Monaten: Zahlreiche Möbel werden aufbereitet. Gerd und Karl arbeiten daran und wirken dabei wahre Wunder. Wer schon einmal ein Möbelstück geschliffen, ausgebessert und neu gestrichen hat, weiß, wie viel Arbeit und Sorgfalt darin steckt. Was andernorts entsorgt würde, erhält hier neues Leben.
Der Hauptarbeitsplatz unserer Tischler ist der Raum Klara – auch die Werkstatt ist in Betrieb. Wer den Raum Klara im Sommer erlebt hat, weiß, dass es dort sehr warm ist – wobei sehr warm jetzt im Juni schon eine Untertreibung ist. Gerd und Karl sehen das gelassen und meinen: „Das ist gut, dann trocknet der Leim schneller!“ Gelebte Zuversichtkompetenz!
Ein Schwerpunkt ist die Neugestaltung der Schränke. Viele Türen wurden im Laufe der Jahre verzogen und beschädigt. Die franziskanisch-einfache Lösung: Schränke ohne Türen. Das spart Material, vereinfacht die Nutzung und erinnert ganz nebenbei daran, dass nicht alles verborgen werden muss. Manches darf sichtbar sein – besonders im Haus der Stille.
Was wächst, braucht Zeit
Gänzlich unberührt von der Baustelle blüht und gedeiht der Garten. Petra versorgt uns mit Maulbeeren und wir naschen im Vorübergehen Wildkirschen und Himbeeren. Anna, Bettina, Jasmin, Lena, Lisa und Patrick von der alpha nova Gruppe arbeiten derzeit viel im Garten. Während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich Patrick und Jasmin beim Heuarbeiten. Das Wachsen und Reifen im Garten scheint eine stille Erinnerung daran, dass Veränderung zum Leben ganz natürlich dazugehört.
So prägen derzeit zwei Formen des Werdens das Haus der Stille: drinnen das Bauen, Erneuern und Gestalten, draußen das Wachsen, Blühen und Reifen. Beides braucht Zeit. Beides braucht Geduld. Und beides lässt uns voller Vorfreude auf das schauen, was in den kommenden Monaten entstehen wird.
Wenn du uns unterstützen möchtest, wir freuen uns über jede Spende!
Spende für den Umbau und die Sanierung im Haus der Stille
pace e bene
für das Team im Haus der Stille
Tanja
30. Juni 2026




















„Die Dinge sind alle nicht so faßbar und sagbar, als man uns meistens glauben machen möchte; die meisten Ereignisse sind unsagbar, vollziehen sich in einem Raume, den nie ein Wort betreten hat …“
Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter
Von morschem Holz und frischen Ribiseln
Die Bauarbeiten schreiten sichtbar voran – und die BauSTILLE wird allmählich ein wenig lauter. In den Büros im Privattrakt hält sich die Geräuschkulisse Gott sei Dank noch in Grenzen. Doch hin und wieder erinnert uns ein leises Schremmen und Bohren daran, dass sich vieles erneuert.
Ein herzliches Dankeschön unserem Baustellenkorrespondenten Gerd, der uns laufend mit Fotos und aktuellen Informationen versorgt. So könnt auch ihr, die ihr nicht vor Ort seid, die Entwicklung der Baustelle mitverfolgen – und auch diejenigen, die hier arbeiten und sie nur aus der Ferne hören und sehen.
Was trägt, bleibt oft unsichtbar
Inzwischen sind die Elektriker am Werk. Sie verlegen Leitungen und schaffen damit die Grundlage für spätere Arbeitsschritte. Dass diese Arbeiten schon so früh im Bauablauf stattfinden, hat manche von uns überrascht. Gleichzeitig fordert es Entscheidungen ein: So haben wir bereits festgelegt, wie die Arbeitsplätze und Tische im neuen Empfangsbüro angeordnet werden, damit alle notwendigen Anschlüsse von Anfang an am richtigen Platz sind. Was später selbstverständlich wirkt, braucht bereits jetzt genaue Planung.
Die Fotos zeigen, wie sehr sich die Räume bereits verändert haben. Zahlreiche Wände wurden entfernt und eröffnen neue Perspektiven auf die zukünftige Raumgestaltung und lassen Raum für Fantasie …
Manches wird erst sichtbar, wenn Mauern fallen
Letzte Woche kam ein Bagger: Die alte Holzkonstruktion im Speisesaal wurde abgetragen. Dabei zeigte sich, dass Teile des Holzes bereits morsch waren. Diese Entdeckung bestätigt, wie wichtig und notwendig die laufende Sanierung ist. Manche Schäden werden erst sichtbar, wenn man genauer hinschaut – oder wenn eine Wand fällt.
Mitten im Wandel wächst Zuversicht
Neben allen Bauarbeiten bleibt das geistliche Leben im Haus der Stille lebendig. Am vergangenen Sonntag haben wir unseren ersten Franziskusgottesdienst während der Baustellenzeit gefeiert. In einer kleinen, aber feinen Runde von zwölf Personen kamen wir zusammen, um miteinander zu beten, zu singen und Gemeinschaft zu erleben.
Ein großes Danke an Sarah für die Organisation und die liebevolle Gestaltung der Feier, gemeinsam mit Max, Phil und Tanja. Die Mitbring-Agape war reich gedeckt und sehr gemütlich – in der Gebetslaube. Ein Highlight waren die frisch gepflückten Maulbeeren und Ribiseln aus dem Garten der Stille.
Nachmittags fanden Yoga mit Anna und der Feuerkreis für junge Erwachsene mit Phil statt.
So bleibt das Haus der Stille mit der Kapelle und ihrer einzigartigen Atmosphäre und dem wunderschönen Garten weiterhin ein Ort der Begegnung und der Stille.
Wir freuen uns darauf, euch weiterhin an den Fortschritten unserer Sanierung teilhaben zu lassen – mit neuen Bildern und Geschichten aus dem Alltag zwischen Baustelle, Haus der Stille-Arbeit und geistlichem Leben.
Ein herzlicher Gruß aus der BauSTILLE!
Danke für die Fotos: Gerd, Max und Tanja
16. Juni 2026












„Siehe, ich mache alles neu!“
Offenbarung 21,5
Die offizielle Baustelle hat begonnen
Das große Räumen ist mit dem großen Pfingstbrausen in die offizielle Baustellenphase übergegangen. Am Dienstag nach Pfingsten wurden schon die ersten Zwischenwände entfernt. Tage zählen wir inzwischen nicht mehr – eher die Wochen oder Monate. Alles hat seine Zeit!
Ein neuer Alltag entsteht
Die erste Woche war allen Befürchtungen zum Trotz erstaunlich leise. Der Baulärm dringt (Gott sei Dank!) vorerst nicht bis zu den neuen Büros vor. Den Baustellenbereich dürfen wir nun nicht mehr betreten. Das Fotografieren übernimmt derzeit Gerd – der ganz bestimmt „baustellenerfahrenste“ unter uns.
An die veränderte Situation haben uns schon fast gewöhnt. Das Team im Haus ist zwar vorübergehend kleiner geworden, das Team im Herzen und der Geist des Hauses bleiben unverändert groß!
Mit Zuversicht durch die Veränderung
Im Privattrakt wird viel gelacht und viel gearbeitet. Auch neugierige Besucher:innen haben schon vorbeigeschaut. Die alpha nova-Gruppe kocht ihr Mittagessen nun selbst. Gegessen wird gemütlich im Kaminzimmer.
Zur täglichen Routine gehört derzeit die Suche nach Dingen, von denen wir wissen, dass sie da sind – nur eben wo. Ebenso selbstverständlich ist inzwischen das Verschicken von Druckaufträgen per E-Mail. Schließlich gibt es nur mehr einen Computer, von dem aus gedruckt werden kann. Auch daran haben wir uns schon fast gewöhnt.
Manchmal wandern wir vom Privattrakt durch das Zimmer P1 den Hang hinunter zu den Klausen – um Ladenartikel für den Versand zu holen, Geschirr zu suchen oder Zucker für den Kaffee zu organisieren – suchet so werdet ihr finden!
Tatsächlich wurde ich schon mehrfach gefragt, ob wir denn überhaupt Platz für eine Kaffeemaschine haben. Die Antwort lautet: Ja! Die Kaffeemaschine ist ins Kaminzimmer übersiedelt. Seit heute (2. Juni) gibt es für alle, die ihren Kaffee nicht schwarz trinken, sogar Milch. Danke lieber Philipp fürs Einkaufen!
So richten wir uns Schritt für Schritt in unserem Baustellenalltag ein – mit etwas Improvisation, einer guten Portion Humor, ganz viel Zuversicht und erfreulicherweise auch mit ausreichend Kaffee.
pace e bene
für das Team im Haus der Stille
Tanja
3. Juni 2026









„Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr,
Rainer Maria Rilke
das uns gegeben ist, neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge.“