Was ist Bibliodrama?
Im Bibliodrama geht eine Gruppe und mit ihr jeder*r einzelne in eine offene, d.h. nicht vorhersehbare Interaktion mit einem biblischen Text. Mittels Körperarbeit, szenischem Spiel und Gespräch setzen wir uns mit dem Text in Beziehung, erschließen, entdecken und erfahren Tiefen biblischer und eigener Geschichte(n), die sich uns im Bibliodrama oft intensiver und vielschichtiger als im Lesen und rein verbalen Umgang öffnen. So kommt es zu einem Prozess wechselseitiger Auslegung und Veränderung von persönlicher Geschichte und religiöser Tradition. Bibliodrama ist ein Prozess mit und für die eigene Person und die jeweilige Gruppe, in dem Selbstbegegnung, Reflexion des persönlichen Glaubens und der eigenen Lebensgeschichte indirekt und spielerisch-ästhetisch vermittelt geschehen kann.
Ziel dieses Lehrgangs
Die Teilnehmer*innen sollen dazu befähigt werden, in ihrem beruflichen Kontext (Schule, Pastoral oder andere Handlungsfelder) eine eigene Bibliodrama-Praxis zu beginnen. Es werden Kenntnisse bibliodramatischer Methoden der Textauslegung (Körperarbeit und Bewegung, szenische Arbeit, Rollenspiel u.a. kreative Ausdrucksweisen) und deren Handhabung vermittelt.
Jeder Seminarblock beinhaltet im bibliodramatischen Prozessverlauf theoretische, methodische, didaktische und theologische Reflexionen.
Die fortlaufende Peergruppe dient als Praxisraum, in der die Inhalte der einzelnen Blöcke nachbereitet und vertieft werden können.
Die Supervision als Fachberatung bietet Hilfestellung in der Umsetzung der bibliodramatischen Erfahrungen.
Zielgruppe
Theologisch und spirituell interessierte Personen mit therapeutischer/beraterischer Fort- oder Ausbildung und Möglichkeit zu bibliodramatischer Praxis.
Zeit
Dauer der Ausbildung: 2 Jahre
5 Seminarblöcke zu je drei Tagen
Freitag, 15.00 Uhr – Sonntag, 14.00 Uhr
Peergruppen
4 Peergruppentreffen ohne Supervision zu je 6 Stunden (32 UE)
4 Supervisions-Peergruppentreffen zu je 4,5 Stunden (24 UE)
Ablaufplan
Block 1 – 08.-10.10.2027
Einführung in das bibliodramatische Arbeiten
mit Maria Elisabeth Aigner
Peergruppentreffen ohne Supervision
Supervisions-Peergruppentreffen
Block 2 – 17.-19.3.2028
Exegetisches Bibliodrama
mit Gerhard Marcel Martin
Peergruppentreffen ohne Supervision
Supervisions-Peergruppentreffen
Block 3 – 13.-15.10.2028
„Kleine Formen“ und Methodenvarianten von Bibliodrama
mit Maria Elisabeth Aigner
Peergruppentreffen ohne Supervision
Supervisions-Peergruppentreffen
Block 4 – 09.-11.3.2029
Ästhetisches Bibliodrama
mit Andreas Pasquay
Peergruppentreffen ohne Supervision
Supervisions-Peergruppentreffen
Block 5 – 29.6.-01.7.2029
Bibliodramaprozesse leiten und begleiten
mit Maria Elisabeth Aigner
Abschluss mit Zertifizierung
- Protokollführung während der Treffen
- Literaturstudium
Veranstalter
Haus der Stille in Kooperation mit dem Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie der Uni Graz
Lehrgangsbegleitung
Ines Ehrbar
Beitragsfoto © Andreas Pasquay
Portrait Maria Elisabeth Aigner © Alexandra Neubauer









