Heuer war eines sehr schnell klar: Zu Ostern haben wir hier
im Haus der Stille nur einen Wunsch: Frieden in der Welt. Ein Ende des
verrückten Zerstörens und Mordens. Niemand soll mehr sterben müssen für sein
Land oder eine Ideologie. Unsere Osterbotschaft ist ein lauter Schrei nach
Frieden.
So ist auch unsere gemeinsam gestaltete Osterkerze heuer ein
mutiger Versuch, alle Menschen, alle Kulturen und Religionen einzuladen, Teil
der Friedenslösung zu sein. Nicht Abgrenzung und gegenseitige Verfolgung darf
aus religiöser Überzeugung erwachsen, sondern: was uns verbindet, das wollen
wir hervorheben. Verbundenheit wollen wir leben.
Der christliche Glauben ist ein Zuversichtsglauben. Wir
sagen ja zur Zukunft. Wir glauben an die Möglichkeit, dass es gutes Leben gibt
für alle, dass wir an einer Friedenswelt arbeiten können und dabei nicht
alleine sind. Der auferstandene Jesus Christus zeigt uns, wie es geht.
In großer Offenheit mögen wir auf dieser Welt voneinander
Frieden lernen. Mögen alle Religionen dazu beitragen. Die Sehnsucht nach
Frieden wird auf der Osterkerze sichtbar durch die goldene Verbindung aller religiösen
Symbole, die auch an den Stelen unseres Friedenszeichens zu sehen sind. Und in
großen Lettern das Wort FRIEDE, wie wir es auf unserer Friedweide auch finden.
Wir haben wieder mit viel Freude diese Kerze gemeinsam
gestaltet. Für uns ist sie DAS Zeichen unseres Auferstehungsglaubens, unseres
Glaubens an Jesus Christus, der uns die Liebe Gottes ganz nahekommen ließ. In
diese Liebe sind wir hineingetauft. In diese unendliche Liebe gehören wir
hinein. Zu dieser Liebe sagen wir JA in Verbindung mit allen und allem
Geschaffenen.
Frohe Ostern euch allen!
Marlies Prettenthaler-Heckel