Haus der Stille – Ein großer Schritt in die Zukunft
„Die Zeit darf in diesem Haus nicht stehen bleiben.“ Diese Worte kennen viele – sie wurden von der Oberin der Redemptoristinnen 1979 bei der Übergabe des Hauses gesprochen, und dabei wurde die alte Klosteruhr noch einmal aufgezogen.
Mit Ende April 2026 wird das Haus der Stille seine Pforten für einige Monate schließen – nicht, um stillzustehen, sondern um sich für die kommenden Jahrzehnte neu aufzustellen. So wird nach der äußeren Generalsanierung 2016 bis 2019 nun der Innenbereich zeitgemäß erneuert. Die Kapelle bleibt auch während der Umbauzeit benutzbar – ein Ort der Stille mitten im Wandel.
Vorbereitende Schritte
Ab 26. Mai 2026 beginnt der lang vorbereitete Umbau, der sowohl praktische Verbesserungen als auch neue räumliche Möglichkeiten bringen wird.
Bis Mitte November 2025 erfolgte eine erste Planungsphase für die notwendige Einreichung. Im Bauausschuss, im Vorstand und im Hausteam wurden die Pläne vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Dieser Schritt mit den ersten Kostenschätzungen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Einreichplänen bei den zuständigen Behörden. Die nächsten Schritte sind die verschiedenen Behördenwege, die Detailplanungen und schließlich die Ausschreibung der Bauteile.
Der Mai 2026 steht dann ganz im Zeichen des großen Räumens: Möbel wollen sorgfältig zwischengelagert, Geschirr, Geräte und Materialien sortiert und gesichert werden. Es wird eine Arbeitswoche XL geben – bitte getragen von euren vielen helfenden Händen, die mit anpacken, damit das Haus frei geräumt ist für die anstehenden Bauarbeiten.
Beginn der Bauarbeiten
Im Sommer 2026 starten die zentralen Bauarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf den Zimmern, von denen 14 neu mit eigenen Nasszellen ausgestattet werden. Auch die Küche wird umfassend erneuert und so gestaltet, dass sie den Anforderungen eines zeitgemäßen Betriebes für Kurse und Seminare gerecht wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zwischendecke zwischen dem Franziskus-Saal und dem Meditationsraum im ersten Stock – sie soll verbessert werden, um die Raumakustik und Nutzbarkeit zu optimieren. Darüber hinaus werden die Seminarräume Franziskus und Klara adaptiert und an heutige technische und funktionale Standards angepasst.
Nach Maßgabe der vorhandenen Mittel sollen auch Innenräume wie der Eingangs- und Empfangsbereich neugestaltet werden. Die konkrete Kostenhöhe der Generalsanierung im Innenbereich wird sich allerdings erst im April 2026 zeigen, wenn die Ausschreibungen abgeschlossen sind und die tatsächlichen Baupreise feststehen.
Bis zum nächsten Echo wird es voraussichtlich mehr Klarheit über den tatsächlichen Bauumfang und die Gesamtkosten geben. Was wir schon wissen: Auch die Küche wird fix Teil des Projekts sein (» 32).
Wenn viele tragen…
Der Umbau ist ein großes gemeinsames Projekt – getragen vom Verein, seinen Mitgliedern, vielen Freundinnen und Freunden des Hauses sowie von der Diözese Graz-Seckau mit der Finanzkammerdirektion und dem Finanzkammerdirektor Martin Halmer sowie der Bauabteilung mit Josef Niederl. Besonderer Dank gilt Thomas Guggenbichler als Projektverantwortlichem der Diözese sowie Christine Konrad und Karin Grabner-Trummer von grabner | konrad architektinnen, die das Projekt planerisch begleiten.
Bei aller baulichen Erneuerung bleibt das, was das Haus im Innersten trägt, unverändert: die Stille. Sie ist und bleibt der Markenkern und das Herz dieses Ortes – als Raum für Spiritualität und Begegnung mit sich selbst, mit anderen und mit Gott. Auch in Zukunft wird die Stille spürbar bleiben – in neuen Räumen, die das Alte ehren und dem Neuen Raum geben.
Wenn alles nach Plan verläuft, dürfen wir uns bereits am 22. Dezember 2026 auf die feierliche Wiedereröffnung des Hauses freuen – und darauf, gemeinsam neu einzutreten in einen Ort, der Vertrautes bewahrt und Neues möglich macht.
Philipp Friesenbicher
Klaus Zausinger