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Helmut Loder Weihnachtsbild
Impuls zu einem Weihnachtsbild von Helmut Loder


Ich habe mir heuer zu Weihnachten ein Bild gewünscht. Und es war tatsächlich unter dem Christbaum. Ich habe es mitgebracht. Es stammt vom steirischen Künstler Helmut Loder, von dem wir aktuell eine Reihe von Weihnachtsbildern im Tiefparterre des Hauses der Stille ausstellen dürfen.

Schaut in Ruhe, kommt gerne näher, lasst das Bild auf euch wirken!                    
Was seht ihr?

Die Farbe rot steht für Welt – eine brennende Welt vielleicht? Manche empfinden sie als überhitzt und zum Bersten komplex, wie ein gestresster Mensch, eine Bluthochdruckpatient.

Rot kann auch für Schönheit stehen, für Liebe und Gelingen:
Alles ist gut, die rote Welt strahlt Freude, Wärme und Zuversicht aus.

Zwei Motive, stechen heraus und erzeugen die Spannung in diesem Bild, sie entsprechen sich farblich, in der Figurensprache unterscheiden sie sich.

Was könnt ihr da erkennen?

Ich sehe zwei Menschen, vielleicht sogar drei – ein Kind am Arm? Der Stall?
Es könnte auch ein Verließ sein – abgeschottet sein, gefangen sein im Dunkeln, im Krieg, in Einsamkeit, ohne Aussicht auf Veränderung, auf Rettung. Wie in einer Liftkabine, die sich nicht mehr vom Boden wegbewegt. Das Bild kann Angstgefühle hervorrufen, Enge.

Oder es ist ein Ort der Geborgenheit, der Vertrautheit der kleinen Gemeinschaft. Ein geschützter kleiner Lebensraum mitten in der brennenden oder der liebenden Welt.

Von oben ein Einbruch. Wieder schwarz, fast düster, und doch: Plötzlich viel Gold, breites Spuren von Gold, dynamisches Gold, das sich in das Rot der Welt hineinschreibt, es durchstrahlt, es durchwirkt und letztlich überall hin gelangt mit seiner Helle.

Als ich das Bild einer Freundin per WhatsApp geschickt habe, hat sie ein bisschen unbegeistert geschrieben: Interessantes Bild. Aber am Foto kann man das Wichtigste nicht gut erkennen, nämlich die Lichtverbindung vom Schwarzgold oben und Schwarzgold unten. Es gibt Verbindung.

Ich hatte mehrere ähnliche Motive bei Helmut Loder zur Auswahl. Aber diese durchdringende Spur des Göttlichen hinein in die Welt zeigt für mich am Schönsten, wie die Menschwerdung Gottes unsere Welt verändert, sie mit ihrem Strahlen durchdringt und schließlich die dunklen Kammern, in denen es eng geworden ist, erleuchtet und aufbricht.

Wie möchtet ihr diese Bild interpretieren? Was sagt es euch?
Was verändert dieses unermüdliche JA Gottes zu uns Menschen, das wir heute feiern, in deinem Leben?

Welcher Titel fällt dir zu diesem Bild ein?

Marlies Prettenthaler-Heckel

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