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Friedensgebet

Friedensgebet

Friedensgebet in Assisi 2011


Mit Freude und Dankbarkeit haben wir gelesen, dass Papst Benedikt XVI in Erinnerung an das Friedensgebet von 1986 alle „christlichen Brüder [Red.: und Schwestern] der verschiedenen Konfessionen, die Vertreter der religiösen Traditionen der Welt und ideell alle Menschen guten Willens zu einem interreligiösen Friedensgebet einlädt.

Wir haben im Internet gesucht, was zum Friedensgebet in Assisi zu finden ist, und wir mussten feststellen, dass da viel Polemisches und Falsches steht.
Unsere Informationen stammen aus der Bibel, aus den Konzilstexten, aus der Direktübertragung des Friedensgebets von 1986 im Fernsehen usw.

Wir wollen dazu Stellung beziehen.

Ein solches Friedensgebet ist nur möglich, wenn folgende Grundhaltungen gegeben sind:
  • Wir sind überzeugt, dass die ganze Welt und damit alle Menschen von Gott geschaffen sind und daher alle Menschen Gottes geliebte Geschöpfe sind. Damit haben wir Katholiken Verantwortung für alle Menschen – nicht nur für uns selbst.

  • Ja, wir glauben an den einen Herrn und Schöpfer der ganzen Welt, der uns Wege zueinander weist. Jesus sagt uns: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe!“ (Joh 13,15). Es hat sehr lange gedauert, bis wir Christen gelernt haben, Andersgläubige nicht zu ermorden. Jetzt müssen wir mit gutem Beispiel (wie Jesus) vorangehen.

  • Diese Überzeugung, dass alle Menschen von einem Gott erschaffen sind, ergibt eine große Ehrfurcht vor jedem Menschen, „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“ (Art. 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

  • Ein solches Friedensgebet ist nur möglich in einem tiefen Gottvertrauen. Leider sind viele Katholiken von einer großen Angst geprägt. Jesus sagt uns: „Euer Herz sei ohne Angst!“ Wer sich in Gott geborgen weiß, hat keine Angst. Angst ist immer Ausdruck des Unglaubens und diese ist in manchen Kreisen der Kirche sehr stark vertreten.


So erlauben wir uns zu einzelnen Aussagen Stellung zu beziehen:

Wir sind mit dem Papst überzeugt, dass die Religionen „ein wichtiger Faktor der Einheit und des Friedens für die Menschheitsfamilie sind“.

In der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen (Nostra aetate Nr. 2) heißt es„...Auch die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten Religionen sind bemüht, der Unruhe des menschlichen Herzens auf verschiedene Weise zu begegnen, in dem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln sowie auch heilige Riten. Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was diesen Religionen wahr und heilig ist. ….Deshalb mahnt sie ihre Söhne und Töchter, dass sie mit Klugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern.“

  • Falsch ist die Behauptung, dass verschiedene ReligionsvertreterInnen „miteinander“ beten.

  • Richtig ist, dass die verschiedenen ReligionsvertreterInnen eingeladen sind, an einem Ort und zur selben Zeit und im selben Anliegen – für den Frieden - zu beten, um damit in den Herzen der Menschen den Frieden zu festigen.

  • Falsch ist, dass „in Assisi ein synkretistischer Irrweg“ begangen wurde.

  • Richtig ist, dass die ReligionsvertreterInnen in je eigener Form ihre Sehnsucht und ihren Auftrag für den Frieden zum Ausdruck gebracht haben – und die anderen ReligionsvertreterInnen in Ehrfurcht zugehört haben.


Wir schließen uns gerne dem Aufruf von Papst Benedikt XVI an, die Initiative von Johannes Paul II wieder aufzugreifen und wo auch immer es möglich ist, mit VertreterInnen anderer Konfessionen und Religionen um Frieden zu beten. Denn ohne Religionsfrieden gibt es keinen Frieden. Gott hat uns die Verantwortung für diese Welt anvertraut und wir müssen alles tun, dass wir das unsere zum Frieden beitragen. Wer anderes tut, stiftet Verwirrung.

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“ (Joh 16,13) Der Hl. Geist garantiert uns, dass wir als Kirche nicht stehen bleiben. Der Friede hängt davon ab, ob wir in uns den Geist Gottes wirken lassen und so zu jeder Zeit neue Wege des Glaubens gehen.

Die Gemeinschaft vom Haus der Stille

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Markusweg

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auf Anfrage möglich
Mai bis September 2019

Wenn es unter den Gästen im Haus Interesse an einer gemeinsamen Begehung des Markuksweges gibt, wird jemand vom Haus diesen Weg begleiten.
Wenn jemand von auswärts dazukommen möchte, bitten wir um Anfrage, ob an diesem Samstag tatsächlich gegangen wird.

Nähere Informationen:
Haus der Stille Tel: +43 (0)3135 / 82625

Nach Vereinbarung stehen wir für Gruppen als BegleiterInnen für den Markus- und Ermutigungsweg zur Verfügung!


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Ausstellung - Von ART zu ART

2018 - Regenbogen in G-Ton
2018 - Regenbogen in G-Ton

Bildende Kunst begegnet künstlerischer Fotografie - von Verena Hanifl

Ausstellungsdauer bis Mai 2019

Vernissage:
Donnerstag, 14. Februar 2019 um 18.00 Uhr
Ganggalerie im Haus der Stille


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TANZE – um Begeisterung für’s Leben wieder zu finden,
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Termine 2019: Mittwoch, 19 bis 21 Uhr
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Leitung:
Hedi Mislik
ChoRa Kreistanzleiterin, Tanz- und Ausdruckspädagogin

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