Lebensraum für Spiritualität und Begegnung

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1994 – 1998

Das erste Wochenende „Ehevorbereitung für Geschiedene, die wieder heiraten wollen“ sorgt für Echo und macht teilweise auch in anderen Diözesen Schule.

Schon seit ca. 1982 haben immer wieder auch vereinzelte Flüchtlinge mit uns gelebt (Tschechoslowakei, Armenien, verschiedene Länder Afrikas). Nun sind es (nach dem Jugoslawienkrieg) insgesamt zehn Flüchtlinge, deren Schicksal wir in einer Sonderbeilage zu unserer Informationszeitung „Das Gespräch“ vorstellen. Drei werden in diesen Jahren bei uns getauft. Auch ein praktizierender Moslem aus Gambia lebt mit uns. Aus diesem Anlass beginnen wir mit monatlichen interreligiösen Friedensgebeten in der Gemeinschaft.

Hedi Mislik stößt 1995 zur Gemeinschaft. Sie wird später bis zu ihrer Pensionierung (2018) die Verantwortung für das Kursprogramm übernehmen. Josef Haas stirbt 1996 nach langem Leiden. Er gehörte seit 1982 zu unserer Gemeinschaft. Seine schwere Krankheit zwang ihn zu immer häufigeren und längeren Krankenhausaufenthalten.

Für größere Kursgruppen wird 1995 die Aula gebaut. Im Garten entsteht 1996 das Labyrinth. Der Neubau der Küche wird begonnen.

In der Diskussion mit der Diözese um die Streichung bzw. Kürzung der Theologenstelle verfassen wir einen „Pastoral“-Bericht über die Arbeit im Haus der Stille von 1993 bis 1996, aus dem hervorgeht, dass wir für diese drei Jahre eine Steigerung an Gruppen von 30,9 Prozent, eine Steigerung an Gästen von 39,1 Prozent und eine Steigerung von Nächtigungen von 41,7 Prozent verzeichnen können.

Bei der Klausurtagung der Gemeinschaft im Herbst 1998 rückt das Thema der „Einzelgäste“ stärker als bisher ins Blickfeld. Wir verstehen uns nicht primär als Bildungshaus, sondern als Gemeinschaft, die Gäste einlädt, an unserem Leben ein Stück teilzuhaben.

Das Haus der Stille als geistliches Zentrum konnte entstehen, weil viele Menschen diese Vision geteilt und auf unterschiedliche Weise Lebenszeit und Energie investiert haben, um dieses Gemeinschaftsprojekt zu entwickeln und zu gestalten. 

Möglichkeiten, ein Stück Weg mit uns zu gehen

Besinnung und Erholung für alle, die ein wenig Abstand vom Alltag suchen (2 Tage bis einige Wochen)

Komm zu uns, wenn du Sehnsucht hast, ein paar Tage “ganz anders” zu leben und den eigenen Innenraum der Stille als Kraftquelle zu entdecken.

Vielleicht hast du das Bedürfnis nach einer längeren Auszeit, um an Leib und Seele aufzutanken (ein Monat bis ein Jahr).

Die Erfahrung zeigt, dass drei bis vier Monate für einen solchen Aufenthalt eine gute Zeit sind. Bevor wir fix entscheiden, lebe einige Tage mit uns.

Viele merken oft erst in der Auszeit, wie sehr sie einer tieferen Erholung für Leib und Seele bedürfen.

Ein Jahr “anders leben” in der Weggemeinschaft im Haus der Stille.

Wir wollen dir Raum geben, ein “Laboratorium des Glaubens” sein, wo dein Glaube sich entfalten und vertiefen kann, wo du deiner Sehnsucht nach einem tieferen Leben nachspüren kannst. Wir wollen dir Raum geben für dein Suchen nach dir selbst und nach dem Sinn deines Lebens.

Du hast Zeit (ein bis sechs Monate) und willst dich freiwillig für eine gute Sache einsetzen. Wenn du dazu beitragen willst, eine Kultur der Stille, der Nachhaltigkeit und Entschleunigung zu gestalten, bist du bei uns im Haus der Stille richtig.

Auch als Teilnehmer:in an unseren vielfältigen Kursen zur Lebens- und Glaubensvertiefung laden wir dich ein, an unserem Leben als Gemeinschaft und an unseren Gebetszeiten teilzunehmen.

Es ist immer möglich, schon ein, zwei Tage vor Kursbeginn zu kommen oder noch etwas länger zu bleiben.

Informiere dich hier über unser Kursprogramm...

Gastgruppen, denen die Prägung und Atmosphäre unseres Hauses für die eigene Arbeit wichtig ist, sind in unserem Haus immer herzlich willkommen.

Jede Gruppe kann ihre eigenen Begleiter:innen oder Referent:innen mitbringen.

Ein Jahr anders leben...

...in der Weggemeinschaft im Haus der Stille
auf der Suche nach dir selbst und dem Sinn deines Lebens

Viele kleine Menschen,
die an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verändern.

Dom Helder Camara