Lebensraum für Spiritualität und Begegnung

+43 3135 82625

Kein Kurs- und Gästebetrieb bis Dezember 2026 wegen Generalsanierung. Details zum Umbau…
Während der Bauzeit stattfindende Veranstaltungen findest du im Kalender…

Und plötzlich ist da Licht …

Manchmal braucht es gar nicht viel, damit ein Haus plötzlich anders aussieht. Ein Fenster, eine Tür, etwas Farbe …

Verbindungen

Bei uns sind es gerade vor allem die Fenster. Nach und nach werden sie eingebaut – und mit jedem neuen Rahmen verändert sich der Eindruck des Hauses.

Wo vorher nur eine Öffnung in der Wand war, entsteht plötzlich eine Verbindung zwischen drinnen und draußen. Ein Blick in den Garten, ins Grüne, auf den Himmel. Licht fällt herein, wandert über den Boden und macht Ecken sichtbar, die vorher kaum aufgefallen sind.

Ein Raum ist dann nicht mehr einfach ein Raum mit vier Wänden. Er bekommt eine Aussicht. Eine Richtung. Eine Beziehung nach draußen.

Vielleicht ist das einer der schönsten Momente bei einem Umbau: Wenn ein Haus langsam aufhört, nur aus Baustoffen zu bestehen, und beginnt, wieder als Haus sichtbar zu werden – mit Räumen, Licht und Blickbeziehungen.

Ein paar Zentimeter machen den Unterschied

Besonders deutlich wird das im Meditationsraum im 1. Stock und im neuen Foyer. Dort öffnen große, bodentiefe Fenster den Blick ins Atrium. Eine wunderbare Idee!

Nur waren die Fenster, als sie geliefert und an ihren vorgesehenen Platz gebracht wurden, für die vorhandenen Maueröffnungen schlichtweg zu groß.

Also mussten die Öffnungen nachträglich angepasst werden.

Was folgte, war eine Menge Arbeit: Es wurde gemessen, Stahlträger wurden mit der Flex bearbeitet, wieder wurde gemessen. Ein ziemlicher Aufwand für ein paar Zentimeter.

Und zugleich ein gutes Beispiel dafür, dass Bauen selten so geradlinig verläuft, wie es auf einem Plan aussieht.

Auf dem Papier passt alles. Auf der Baustelle manchmal eben nicht.

Nun kommen die Fenster nach und nach an ihren Platz. Später wird niemand mehr daran denken, wie viel Arbeit darin steckt.

Das Geschenk des Selbstverständlichen

Beim Blick auf die neuen Fenster muss ich manchmal an David Steindl-Rast denken und an seinen Gedanken, dass jeder Tag nicht einfach „ein weiterer Tag“ ist, sondern der eine Tag, der uns heute geschenkt ist.

Wir öffnen morgens die Augen – und können sehen.

Wir drehen den Wasserhahn auf – und Wasser kommt.

Wir drücken auf einen Schalter – und Licht ist da.

Wir öffnen ein Fenster – und plötzlich ist draußen nicht mehr nur „draußen“. Da sind Bäume, Himmel, Wolken, Licht und ein Garten.

Steindl-Rast lädt dazu ein, diese Dinge nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern sie wieder wahrzunehmen – mit einer gewissen Dankbarkeit und vielleicht auch mit Staunen.

Vielleicht braucht es dafür manchmal ein neues Fenster.

Oder einfach den Moment, in dem man bewusst durch ein altes schaut.

Wasser marsch – oder eben nicht

Während die Fenster neue Ausblicke schaffen, geht im ersten Stock die Arbeit an den Installationen weiter.

Zu den weniger sichtbaren Begleiterscheinungen gehört, dass gelegentlich das Wasser abgestellt werden muss. Diese Woche war es am Mittwoch so weit.

Für ein Haus, in dem Menschen arbeiten, ist das eine kleine Herausforderung. Immerhin werden wir rechtzeitig informiert und können uns darauf einstellen. Und im Kaminzimmer steht ausreichend stilles Mineralwasser bereit.

Die Rigipser haben inzwischen begonnen, die Decke im Foyer zu machen. Wieder ein Arbeitsschritt, der auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär wirkt – und doch einen Raum merklich verändert.

Wenn der Server ins Schwitzen kommt

Auch ein kleiner Technikraum für den Server ist geplant.
Bis es so weit ist, stehen die Geräte noch über- und nebeneinander in einem Regal. Die Sommerhitze hat ihnen zuletzt allerdings ziemlich zugesetzt. Mehrfach waren sie überlastet.

Unsere vorläufige Lösung war denkbar einfach: Wir haben die Geräte so weit wie möglich auseinandergeschoben und einen Turmventilator davor auf den Boden gestellt. Das hat geholfen.

Seitdem gab es keine weiteren Abstürze. Manchmal braucht es auf einer Baustelle also nicht gleich eine endgültige Lösung. Manchmal hilft zunächst ein bisschen Abstand – und ein Ventilator.

Kleine Fortschritte, die sich summieren

Auf der Baustelle bleibt es geschäftig. Für Außenstehende sieht vieles vermutlich nach einem ziemlich komplizierten System aus: Leitungen, offene Wände, Werkzeuge, Material, Menschen, die offenbar genau wissen, was sie tun. Für uns wird dieses Durcheinander zunehmend vertraut.

Man weiß inzwischen, welcher Teil des Hauses gerade besonders beschäftigt ist. Man erkennt an den Geräuschen, wo gearbeitet wird. Und man entwickelt fast automatisch ein Gefühl dafür, was hinter dem aktuellen Chaos schon aufscheint.

Das Haus ist noch nicht fertig. Aber immer öfter kann man es schon sehen.

Vielleicht ist das die besondere Phase eines Umbaus: Das Alte ist noch da, das Neue noch nicht ganz fertig – und dazwischen entsteht etwas, das man zunächst nur erahnen kann.

Abschied auf Zeit

Auch bei uns im Büro gibt es eine Veränderung. Sabine wird nach ihrer Sommerpause den Bürobetrieb übernehmen. Herzlich willkommen, liebe Sabine!

Ich selbst verabschiede mich für drei Monate in eine Pause und freue mich auf die freie Zeit – die, wenn ich auf meinen Kalender schaue, allerdings schon ziemlich gut verplant ist.

Ab 21. September 2026 gelten im Büro folgende Öffnungszeiten:

Montag und Dienstag: 8.00–12.00 Uhr
Donnerstag und Freitag: 8.00–11.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen

Während ich Pause mache, wird sich hier weiter etwas verändern. Auf der Baustelle, im Haus und vermutlich auch in unserem Büroalltag.

Ich bin gespannt, wie viel von dem, was heute noch nach Baustelle aussieht, bei meiner Rückkehr bereits nach Haus aussehen wird.

Bis dahin bleibt mir vor allem eines:

Danke für diesen Ort, für die Menschen, die ihn tragen, und für all das Selbstverständliche, das vielleicht gar nicht so selbstverständlich ist.

pace e bene
für das Team im Haus der Stille
Tanja

  1. September 2026

Du denkst, das ist nur
ein weiterer Tag in deinem Leben?
Es ist nicht nur ein weiterer Tag.
Es ist der eine Tag,
der dir heute gegeben ist.
Er ist ein Geschenk.
Es ist das einzige Geschenk,
das du im Moment hast,
und die einzige
angemessene Antwort
ist Dankbarkeit.

Wenn du lernst, so zu antworten,
als wäre es der erste Tag
in deinem Leben
und der allerletzte Tag,
dann wirst du diesen Tag
sehr gut verbracht haben.

Beginne damit, deine Augen zu öffnen
und sei überrascht,
dass du Augen hast, die du öffnen kannst.
Diese unglaubliche Vielfalt an Farben,
die uns ständig angeboten wird
zum reinen Vergnügen.

Schau in den Himmel.
Wir schauen so selten in den Himmel.
Wir bemerken so selten,
wie unterschiedlich er ist
von Moment zu Moment,
mit Wolken, die kommen und gehen.

Öffne deine Augen.
Schau dir das an.

Schau in die Gesichter der Menschen,
denen du begegnest.
Jeder Einzelne hat eine unglaubliche Geschichte
hinter seinem Gesicht,
nicht nur seine eigene Geschichte,
sondern die Geschichte
seiner Vorfahren.
All dieses Leben aus Generationen
und von so vielen Orten
auf der ganzen Welt
fließt zusammen
und begegnet dir hier
wie ein lebensspendendes Wasser,
wenn du nur dein Herz öffnest
und trinkst.

Öffne dein Herz
für die unglaublichen Geschenke,
die die Zivilisation uns schenkt.
Du legst einen Schalter um,
und da ist elektrisches Licht.
Du drehst einen Wasserhahn auf,
und da ist warmes Wasser
und kaltes Wasser
und Trinkwasser.
Es ist ein Geschenk, das Millionen
und Abermillionen
auf der Welt
niemals erleben werden.

Und so wünsche ich dir,
dass du dein Herz öffnest
für all diese Segnungen
und sie durch dich hindurchfließen lässt,
damit jeder,
dem du an diesem Tag begegnest,
von dir gesegnet wird –
allein durch deine Gegenwart.

Lass die Dankbarkeit überfließen
in Segen um dich herum.
Und dann wird es wirklich
ein guter Tag sein.

Ich sehne mich nach einer Auszeit

Die ruhige Lage und die Atmosphäre des Hauses laden ein zu heilsamer Stille

Echo der Stille

Gedanken und Informationen aus dem Haus der Stille 4x jährlich druckfrisch