Im Haus geht es weiter sichtbar voran. Die Trockenbauer kommen gut voran: Im ersten Stock sind die Trennwände, Decken, Installationen und die Elektrik inzwischen zu etwa zwei Dritteln fertig. Man kann immer besser erahnen, wie die einzelnen Räume einmal aussehen werden. Was jetzt noch fehlt, ist vor allem der Bodenaufbau.
Auch im Speisesaal geht es demnächst einen wichtigen Schritt weiter. Die Bodendecke wurde in diesen Tagen betoniert. Damit verschwindet wieder ein Stück mehr von dem, was nach Baustelle aussieht.
Die unsichtbare Technik
Im Speisesaal und in der Küche sind inzwischen die Fenster eingesetzt. Das verändert die Räume sofort. Gleichzeitig werden die technischen Anlagen weiter eingebaut: Die Kühlung für den Kühlraum und die Lüftung für die Küche sind wohl bald an der Reihe. Hinter den sichtbaren Fortschritten entsteht also auch immer mehr von der Technik, die später ganz selbstverständlich funktionieren wird und von der wir im Alltag wenig bemerken.
Viele ihrer Funktionselemente werden jetzt so eingebaut und verkleidet, dass wir später gar nichts mehr davon sehen werden. Was heute noch als Leitungen, Anschlüsse und technische Bauteile sichtbar ist, wird dann hinter Wänden und Decken verschwunden sein – und nur noch durch die Funktion spürbar.
Licht für die Stille
Besonders schön ist die Veränderung im Meditationsraum. Seit Dienstag sind dort die Fenster drin. Nun kommt wunderbar viel Licht in den Raum – und plötzlich bekommt man noch mehr Ahnung davon, wie hell und freundlich dieser Ort wird. Aus Plänen und Mauern wird allmählich ein richtiges Haus.
Die leisen Konturen des Neuen
Der Maurer ist inzwischen dabei, die vielen Löcher und Öffnungen in den Wänden zu verputzen. Auch das gehört zu den Arbeiten, die vielleicht unscheinbar wirken, aber am Ende viel dazu beitragen, dass alles wieder sauber und fertig aussieht.
Im Tiefparterre dagegen bleibt es vorerst noch gelinde gesagt unordentlich. Ein Teil des Bodens ist weiterhin aufgerissen, weil dort die Installationen für die Duschen und Toiletten im ersten Stock verlegt werden müssen. Auf der Ebene der Speisesäle entsteht außerdem eine neue Toilette –in der Nähe der Treppe. Noch sieht man davon vor allem Leitungen, offene Böden und Baumaterial.
Ein Stück Orientierung wird erneuert
Nicht nur am Haus selbst wird gearbeitet. Auch draußen tut sich etwas: Gerd erneuert den alten Holz-Wegweiser, der früher am Beginn des kleinen Weges hinauf zur Straße stand. Die vier Ortsangaben gehören zu den vertrauten Plätzen und Wegen rund um das Haus der Stille: Garten der Stille – Labyrinth – Sonnengesangsweg – Ermutigungsweg. Der alte Wegweiser war inzwischen schon sehr vermorscht. Nun erhält er eine Grunderneuerung.
Während drinnen Wände geschlossen, Fenster eingesetzt und Installationen verlegt werden, wächst draußen der Garten mit seinen Wegen und stillen Ecken in den Herbst hinein. Das Haus nimmt immer mehr Gestalt an – und zugleich beginnt man immer deutlicher zu spüren, wie die verschiedenen Räume später miteinander verbunden sein werden: Küche und Speisesaal, die Zimmer und Flure, der Meditationsraum und schließlich auch die Wege hinaus in den Garten.
Noch ist vieles Baustelle. Aber mit jedem Arbeitstag wird ein wenig mehr sichtbar, wofür all diese Arbeit gedacht ist.
Die detaillierten Infos zum Baufortschritt stammen von Gerd, unserem Baustellenkorrespondenten. Danke dafür!
Am Sonntag 20.9. findet um 17.00 Uhr das Benefizkonzert „hans & sons“ in der Franziskuskapelle statt. Kommt und genießt die Musik! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Wenn du davor an einer Baustellenführung teilnehmen willst, melde dich dafür bitte an.
Tagesprogramm für den 20. September 2026:
- 10:00 öffentliche Chorprobe in der Kapelle
- 11:30 Wort-Gottes-Feier mit dem Chor der Stille
- 12:45 Baustellenführung (mehrere Gruppen)
- 15:30 Baustellenführung (mehrere Gruppen)
- 17:00 Konzert Hans & Sons
pace e bene
für das Team im Haus der Stille
Tanja
11. September 2026
Wär' nicht das Auge sonnenhaft,
Wie könnten wir das Licht erblicken?
Lebt' nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
Wie könnt' uns Göttliches entzücken?
Johann Wolfgang von Goethe, Zur Farbenlehre